Ideenbörse
Was tun gegen Überlastung? Hier zeigen wir Beispiele, die Mut machen sollen, die Probleme im Betrieb anzupacken und nach den besten Lösungswegen zu suchen.
Materialschlacht
Eine Aktion der Gewerkschaftsgruppe "ver.quer"
Geplant war eine Aktion in der zentralen Jugendaktionswoche zur Kampagne "Der Druck muss raus". Durchgeführt wurde die Aktion von der Gewerkschaftsgruppe "ver.quer" (Vereinte Querulanten), die aus aktuellen und ehemaligen Auszubildenden einer Krankenpflegeschule bestehen. Durchgeführt werden sollte eine 'Materialschlacht' aus Postern, Post-Its, Flyern, Luftballons, Transparenten und Schildern. Die Botschaft: unsere zentralen Jugend-Forderungen aus der Kampagne wie Erfüllung der Praxisanleitungszeiten, Begrenzung von Belastung, "Mein Frei gehört mir", etc. Dabei sollte fast das gesamte Gelände der Einrichtung (Krankenpflegeschule und Psychiatrie) mit diesen Botschaften bestückt werden, insbesondere sollten sämtliche Eingänge der Gebäude beklebt werden.
Vorbereitung
2.000 Flyer wurden von uns selbst gedruckt, was mit 1-2 Personen leicht durchführbar ist. Die Luftballons sollten mindestens zwei Wochen vor der Aktion bestellt werden. Für das Befüllen mit Helium sind 3-4 Personen notwendig:befüllen, verknoten, Ideen fürs Transparent sollten schon vor dem Bemalen vorliegen. Beim Bemalen darauf achten, dass Unterlagen (Plastikfolie, Mülltüten) unter dem Stoff liegen. Der wichtigste Teil der Vorbereitung ist jedoch die Besprechung unmittelbar vor der Aktion, diese sollte sehr umfangreich durchgeführt werden. Wir haben es so gemacht, dass wir uns in Teams von möglichst drei Personen aufgeteilt haben, die zusammen bestimmte Bereiche abdecken. - alle Materialien


Mehr zur Vorbereitung und Durchführung der Aktion und zum "Nachspiel" findet ihr hier
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Richtigstellung Heppenheim.pdf | 60.1 KB |
| Benutztes Material Heppenheim.pdf | 88.93 KB |
Baden-Württemberg: Achtung! Hier. Kommt. Ein. Karton.
Der Druck muss raus - Stationswürfel
Idee: diese Aktionsform eignet sich sehr gut, um Krankenhausbeschäftigte miteinander ins Gespräch zu bringen, bspw. über die Arbeitsbedingungen in ihrem jeweiligen Bereich und damit auch über die Kampagne "Der Druck muss raus". Sehr geeignet ist es, die Würfel im Laufe einer Woche über 4 Stationen oder Abteilungen laufen zu lassen.
Die Würfeldeckel werden mit dem „Der Druck muss raus“ Logo und wenigen zentralen Forderungen beklebt. Die 4 Würfelseiten werden jeweils einer Station oder einer Abteilung zugeordnet. Hilfreich ist zudem eine kurze Anleitung auf den Würfel zu kleben, was das Ziel der Aktion ist und was damit gemacht werden sollte. Am ersten Tag der Woche werden die Würfel von den Aktiven der ersten Station abgeholt. Jede und jeder aus dem Team kann dann auf einer Seite des Würfels unterschreiben, Statements abgeben und vor allem ganz groß darauf schreiben z.B.: „Station A3 – wir sind dabei!“ oder so ähnlich. Am nächsten Tag wird der Würfel an die nächste Station weitergereicht. Diese gestaltet nun ebenfalls eine Seite des Würfels usw. Am vierten Tag haben dann 4 Station oder Abteilungen auf dem Würfel ihre Seite zu der Aktion beigetragen. Da es mehrere Würfel gibt können dadurch so gut wie alle Bereiche im Krankenhaus abgedeckt werden. Um die Würfel alle zusammen zu bekommen und sichtbar zu machen, wie viele Bereiche dabei sind und hinter den Forderungen stehen, werden die Würfel am fünften Tag nach der Frühschicht von möglichst vielen Beschäftigten am Haupteingang zusammen getragen.
Material
- große Pappwürfel, 1m x 1m (die Anzahl hängt davon ab, wie viele Bereiche ihr in die Aktion einbezieht)
- ausgedruckte Forderungen oder dicke Filzstifte
- Aufklebbares Logo "Der Druck muss raus", siehe http://www.der-druck-muss-raus.de/sites/default/files/kh2011-logo_print_hks_0.pdf
- Klebestift
- Kurzanleitung der Aktion
Transparent für Aktion auf der alten Saarbrücke gemalt
Am 30. September trafen sich VertreterInnen der saarländischen Krankenhäuser, um gemeinsam ein Großtransparent für den 12. Oktober zu erstellen. „Der Druck muss raus!“ So lautet das Motto der ver.di Krankenhauskampagne.
Am 12.10. von 11:00 bis 15:00 Uhr werden sich die beschäftigten der verschiednen saarländischen Krankenhäuser in Saarbrücken auf der alten Saarbrücke treffen, um gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen zu demonstrieren.
Die Brücke in Saarbrücken selbst soll mit einem Großtransparent verschönert werden, so dass mann die Schrift vom Winterberg aus sehen kann, betonte Kollegin renate Luckas, die im saarländischen Kampagnenrat mitarbeitet.
Das soll auf das Transparent
Foto: ver.di FB 03 im Saarland
von links nach rechts: Renate Luckas, Elke Kallenborn, Natalie Lambert und Lisa Summkeller - die Kolleginnen mit der ruhigen hand
Foto: ver.di FB 03 im Saarland
Gewerkschaftssekretärin Natalie Lambert war barfüßig auch dabei.
Foto: ver.di FB 03 im Saarland
Aktuell werden in den saarländischen Krankenhäuser Eckpunkte für einen Tarifvertrag diskutiert. Dazu wurden 10.000 Flugblätter "Ich bin MEHR wert: Gesundheitsschutz muss her!" von ver.di verteilt. Im Saarland haben die Interessenvertretungen beschlossen, am 12. Oktober sich sichtbar auf der alten Saarbrücke zu verbinden. Dazu der Landesfachbereichsleiter Thomas Müller: „Wir wollen deutlich machen, dass die Problemlage überall gleich ist. Wir erwarten an diesem Mittwoch hohe Aufmerksamkeit durch den Umstand, dass unser wiedergewählte Vorsitzende Frank Bsirske an der Aktion teilnimmt. “
Folgende Krankenhäuser haben bis jetzt ihre Bereitschaft zum Mitmachen angekündigt: Universitätsklinikum Homburg, Knappschaftskrankenhaus Püttlingen, SHG Völklingen , Knappschaftskrankenhaus Sulzbach, DRK-Krankenhaus Saarlouis, DRK Mettlach, Klinikum Neunkirchen, Caritasklinik Saarbrücken, SHG Quierschied , SHG Merzig , Kreiskrankenhaus St. Ingbert und das Klinikum Saarbrücken. Alle Stände werden in einem „Markt der Möglichkeiten“ mit unterschiedlichen Aktionsformen vertreten sein. Weitere Anmeldungen sind noch möglich: Mail: elke.kallenborn@verdi.de
Gewerkschaftssekretär Michael Quetting gab sich viel Mühe. Aber das reichte eben nicht aus, er vermalte sich. Elke Kallenborn dagegen war für die Feinheiten zuständig.
Foto: ver.di FB 03 im Saarland
Kreativ, das ist Renate Luckas. Die erfahrene Stationleiterin und Betriebsrätin Renate Luckas leitete die Operation Transparent
Foto: ver.di FB 03 im Saarland
Langsam kann man sehen, was es werden soll.
Foto: ver.di FB 03 im Saarland
Der ver.di Vorsitzende Frank Bsirske wird gegen 12:00 Uhr erwartet. Er wird zur Situation in den Krankenhäusern sprechen. Gegen 12:10 Uhr wird sich eine Krankenschwester von der Schlossmauer herablassen und ein Transparent enthüllen. Gegen 13:00 Uhr werden am Stand der ver.di Betriebsgruppe des Klinikums Saarbrücken am Brückenkopf in Höhe des Staatstheaters unter dem Motto „Wir wollen nicht ausgebrannt sein“ eine Feuerschlucker-Aktion durchführen. Auch daran sind Beschäftigte dieses Klinikums beteiligt.
Am 30.9. wurde das große Transparent in einer Länge von 30 Metern hergestellt. Die Kolleginnen und Kollegen in den Krankenhäusern bereiten jetzt die Aktion am 12. Oktober konkret vor. Gemeinsam machen wir Druck!
Teamwork - kein Fremdwort bei ver.di
Foto: ver.di FB 03 im Saarland
Fast fertig. Der Fachbereichsleiter Thomas Müller beschaut freudig und abgekämpft das gemeinsame Werk.
Foto: ver.di FB 03 im Saarland
Nach der Arbeit gab es etwas zu essen und zu trinken. Der Betriebsratsvorsitzende des Klinikums Saarbrücken Martin Heckmann (Mitte) freut sich auf den 12. Oktober.
Foto: ver.di FB 03 im Saarland
http://saar.verdi.de/fachbereiche/gesundheit_soziales/kh/transparent-gemaltQuelle:
Ausbildungs-Fehlanzeige
Azubis werden ständig kurzfristig von einer Station auf die Nächste geschoben? Eine Praxisanleiterin ist nicht in Sicht oder hat keine Zeit? Oder Azubis waren zeitweise alleine auf einer Station unterwegs, ohne dass außerdem jemand anwesend war?
Zeigt es jetzt an! Die Ausbildungs-Fehlanzeige ist einer Gefährdungsanzeige nachempfunden und dient dazu, MIssstände der Ausbildungsqualität bei den Verantwortlichen anzuzeigen. Fordert sie auf, ihrer Pflicht als Ausbildungsträger nachzukommen und alles dafür zu tun, dass eure Ausbildung bei hoher Qualität erfolgreich beendet werden kann! Verteilt sie, sorgt dafür, dass möglichst viele Kolleginnen und Kollegen sie immer wieder ausfüllen, wenn die Ausbildung schief läuft und lasst sie gesammelt den Verantwortlichen zukommen.
Ein Hinweis: Die Ausbildungs-Fehlanzeige ersetzt nicht die Gefährdungsanzeige als haftungsrechtliche Absicherung, sondern ist ausschließlich eine alternative Aktionsform für Azubis, JAVen, Aktive in den Betrieben und Dienststellen, um Druck auf die Verantwortlichen aufzubauen.
| Anhang | Größe |
|---|---|
| ausbildungs-fehlanzeige.pdf | 197.07 KB |
Das Wasser steht uns bis zum Hals
Ein Tatort wird in einem übergroßen Maßstab im Eingangsbereich des Gebäudes, im Versammlungsraum, auf dem Flur etc. auf dem Boden nachgezeichnet, z.B. mit Kreppband, Kreide o.ä. Im "Kopf" des Tatortumrisses wird eine treffende Wortgruppe niedergeschrieben, wie z.B. "Das Wasser steht uns bis zum Hals". Vom "Kopf" führt eine Sprechblase weg.
Jede und jeder Beschäftigte oder Auszubildende die oder der nun vorbeikommt, erhält einen Becher und Wasser an die Hand. Je nach dem, wie kritisch die eigene Beschäftigungs- oder Ausbildungssituation eingestuft wird, kann dann der Becher mit Wasser befüllt werden. Er wird in den umrandeten Tatort abgestellt, maximal bis zur Höhe des "Halses" des Tatorts. In die Sprechblase kann zudem eingetragen werden, welches Thema der- oder demjenigen konkret wichtig ist.




