Wäsche her sonst geht nix mehr

330 Unterschriften an die Geschäftsleitung des Asklepiosklinikums
St. Georg in Hamburg zeigen, dass die Beschäftigten es leid sind, wenn wieder einmal der Kasack in der richtigen Größe fehlt oder im Wäscheschrank auf Station gähnende Leere herrscht.
Während der Betriebsversammlung im September 2011 übergaben Aktive der ver.di Betriebsgruppe die Unterschriftenpetition an den geschäftsführenden Direktor Dr. Schmolling. Die Unterschriftenlisten waren auf einer Wäscheleine aufgehängt zusammen mit Fotos von leeren Wäscheschränken und defekter oder verschmutzter „frischer“ Wäsche. Eine Kollegin schilderte eindrucksvoll Situationen aus dem Stationsalltag:
„Am letzten Wochenende mussten wir Patienten auf Deckenbezügen betten, weil keine Laken mehr da waren. Immer wieder sind Kollegen weg, um mal wieder auf anderen Stationen Wäsche zu besorgen. Das nervt sehr, vor allem, weil wir so knapp besetzt sind. Außerdem fängt der Dienst schon oft damit an, dass keine Personalwäsche in der richtigen Größe mehr da ist, dann fühlen wir uns den ganzen Tag über unwohl z.B. in der viel zu kleinen Kleidung….“
Eine direkte Reaktion von der Geschäftsleitung kam nicht, hatte auch niemand anders erwartet. Wie versprochen, werden wir die Situation weiterhin aufmerksam beobachten, und gegebenenfalls auch aktiv und kreativ werden, sollte das Wäscheproblem weiter fortbestehen!
Ein Fazit können wir aber auf jeden Fall ziehen: Unsere Probleme lösen sich nicht und niemals von allein! Eines muss klar sein, nur zusammen organisiert können wir etwas erreichen und zeigen, dass wir uns nicht veräppeln lassen! Die Kampagne hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht und einigen, die vorher noch nie etwas mit Gewerkschaft zu tun hatten, auch gezeigt, wie wichtig es ist, zusammen mit Kolleginnen und Kollegen für eine Sache zu stehen!
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