EU-Vereinheitlichung zum Ausbildungszugang Gesundheits- und Krankenpflege
Die EU hat vor, den Zugang zur Ausbildung nur mit Abi zuzulassen. Ich meine das ist nicht nur richtig. Warum: In den div. Bereichen, in denen Gesundheits- und KrankenpflegerInnen einen Arbeitsplatz finden können, fehlen heute schon Tausende. Ursachen dafür sind ganz vereinfacht ausgedrückt, die Arbeits- und Einkommensbedingungen. Die Zahl derer, die sich um eine Ausbildung bewirbt, nimmt drastisch ab. „Korrigierende“ Maßnahmen wie neue Berufsbezeichnung und die Möglichkeit parallel studieren zu können, haben sich als Kosmetik erwiesen, waren Flops! Die jungen Menschen wissen sehr genau, warum sie gerade diesen Beruf nicht (mehr) erlernen wollen. Und wenn nun als Zugangsvoraussetzung europaweit das Abitur (in 12 Jahren hier in Bayern!) vorgeschrieben wird, wird die jetzt schon multiple prekäre Situation sich aber überdeutlich verschärfen. Die Realität in der praktischen – wohlgemerkt nicht theoretischen – Ausbildung sieht so aus: unzureichende oder ganz fehlende Praxisanleitung; kurzfristig oder einseitig geänderte Einsatzpläne wegen Personalmangel (so genanntes Stationshopping mit der Folge die eh knappe Freizeit gar nicht mehr planen zu können!); mangelhafte Verknüpfung der theoretischen und praktischen Ausbildung durch schlechte oder gar keine Praxisbegleitung; Azubi´s werden als Vollkräfteersatz max. psychisch und physisch überlastet und es fehlen Zukunftsperspektiven (angefangen von Übernahmeregelungen bis zu Weiterbildungen fachlichen oder organisatorischen Inhalten). Vergleichbar besch... sieht es für das bereits examinierte Personal aus. Die durchschnittliche Verweildauer in diesem Beruf liegt bei 7 (sieben!) Jahren! Warum wohl??? Politisch ist weit anderes dringend nötig als das Abitur als Zugang zu fordern! Und: Die Situation von Hebammen/Geburtshelfern, sowie von AltenpflegerInnen ist dabei noch gar nicht beleuchtet. Was meinst du, was meint ihr dazu?
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