Setzen wir ALLE einen PUNKT... !!!

Liebe Kollegen und Kolleginnen, liebe Ver.Di Mitglieder,

wir alle, die in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen usw. arbeiten, zeigen ein sehr hohes Maß an Sozialität. Wir machen immer Alles möglich, opfern unsere Freizeit für Überstunden, springen für andere Kollegen ein usw., aber am Ende jeden Monats fragt man sich echt, wofür ??? Und warum tue ich mir das schon seit so langer Zeit an ? Das Gehalt ist auf jeden Fall keine Motivation für unsere Leistung. Jede gut bezahlte Reinigungskraft hat einen höheren Stundenlohn als wir !

Wir arbeiten im Schichtdienst, an Feiertagen, am Wochenende und in der Nacht. Wir sitzen unter Umständen zu Hause "Gewehr bei Fuß" wenn wir Rufdienst haben, oder wir legen uns im Bereitschaftszimmer ins Bett und wissen nicht, ob wir überhaupt Schlaf bekommen. Unter Umständen klingelt fünf Minuten später das Telefon und wir müssen von 0 auf 100 sofort parat sein und alles richtig machen, für welchen Kunden/Patienten auch immer. Davor haben wir natürlich schon acht oder mehr Stunden gearbeitet und eine kurze Ruhepause wäre sehr nötig.
In vielen Einrichtungen zählt der Bereitschaftsdienst noch nicht einmal mehr als Arbeitszeit, obwohl die ganze Nacht gearbeitet wird. Hat man also fünf Tage am Stück Nachtdienst mit Bereitschaftsdienst gearbeitet sind am Ende sogar Minusstunden auf dem Konto ??? Ja kann das denn sein... ???
Jeder kennt das mit Sicherheit... muss das sein...

Am Ende jeder Schicht ist man total ausgepowert und fährt nach Hause. Zu Hause warten Partner, Lebensgefährte, Familie, oder wer auch immer auf einen und man hat nur eins im Kopf - erst mal Ruhe, oder eine Stunde schlafen. Das versteht nicht jeder - weder der Partner noch die Kinder. Sie fordern Ihre Aufmerksamkeit, aber man kann dem garnicht mehr gerecht werden.

Als ich in dem Job eingestiegen bin, da ging es den Einrichtungen noch um das Wohl der Kunden/Patienten - heute zählt nur noch der Euro ! Das Personal wird verheizt und dem Arbeitgeber ist das vollkommen egal.

Lasst uns alle gemeinsam etwas dagegen tun... eine gemeinsame deutschlandweite Aktion starten. Wir fangen klein an und machen so auf uns alle ausmerksam.

WIR müssen was tun... sonst ändert sich garnichts !!!

B. Thiele

Kommentare

Sich wehren

Leider ist die Bereitschaft sich zu wehren unter den Kollegen äusserst gering, ich arbeite auf einer kardiologischen Station mit 40 Betten wovon zehn Úberwachungsbetten sind wir sind derartig unterbesetzt das man oft schon von gefaehrlicher Pflege reden kann, hinzu kommt das die unterschiedlichen Berufgrupen anstatt zusammen zu arbeiten um die Situation zu verbessern gegeneinander arbeite, also ideale Vorraussetzungen füer die "oberem Etagen" noch mehr Druck auszuüben.Alle klagen und sind am Limit jedoch wenn die Pflegedienstleitung oder der Chefarzt auftauchen halten alle den Mund! Da ich bisher in der Probezeit war hab ich mich zurück gehalten möchte das aber jetzt gerne ändern und hoffe das ich inn der Gewerkschaft Rückhalt finde, fals ich sie finde den bisher habe ich noch niemanden von der Gewerkschaft gesehen.

Nein sagen

Hallo, wie Du Recht hast mit dem was Du aufgeschrieben hast. Es bringt nur was wenn wir Pflegende lernen Nein zu sagen und die Verantwortung den Chefs zurückgeben.Aber dies müssen noch die Pflegende lernen. Ich bin gespannt was die Pflegende tun werden, ob sie aktiv werden um den Tarifforderungen von Verdi NachDruck zu verschaffen. Also informiert eure Kolleginnen und startet durch. Und sagt Nein zu eurem Chef und Ja zu Verdi.